Chocolate Chip Cookies

Backen ist ja für mich so etwas wie Stressbewältigung. Manche Leute gehen nach einem besonders anstrengenden Tag laufen, tanzen oder legen sich apathisch auf die Couch ziehen sich Rosamunde Pilcher rein. Ich gehe in die Küche. Für all jene, die brav meinen letzten Monolog zu dem Thema gelesen haben, ist das ja jetzt nichts Neues (wobei, eine Neuigkeit gibt’s dabei schon: ich habe mir endlich einen Termin für eine Massage ausgemacht. Hat ja nur knapp 6 Monate gedauert. Man klopfe mir auf die Schulter). Was hierbei aber festzuhalten sei, ist die Tatsache, dass vor allem Backen mich enorm entspannt (sofern das zu Backende auch gelingt. Aber das ist eine ganz andere Geschichte…). Das ist zugegebenermaßen eine relativ neuartige Entwicklung für mich. Denn Backen erfordert gemeinhin die Fähigkeit sich genau an Maßangaben und Rezepte zu halten. Grundsätzlich keine Eigenschaft, die einem einfällt, wenn man an mich denkt. Aber genau das macht das Backen für mich auch so spannend. Ich fordere mich selbst jedes Mal aufs Neue ein wenig heraus Disziplin und Ordnung in der Küche einzuhalten und das zahlt sich aus!

Im heutigen Fall besteht die Schwierigkeit garnicht so sehr im Rezept an sich, sondern in der Tatsache, dass man vom Teig nicht noch vor dem Backen so viel naschen sollte, dass nicht mehr viel für die Kekse übrig bleibt, sondern ihn (als besondere Challenge in der hohen Kunst der Selbstbeherrschung) auch noch über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen sollte. Ziemlich hart, oder? Wer diese Aufgabe meistert, wird dafür aber auch mit verdammt großartigen als Ergebnis belohnt, das verspreche ich euch. Also, übt euch in Selbstdisziplin! Ihr werdet reich belohnt werden.

 

Chocolate Chip Cookies
(ergibt ca. 12 Stück)

200 g Mehl universal
1 TL Backpulver
großzügige Prise Salz
125 g Butter (Raumtemperatur!)
120 g brauner Zucker
1/2 TL gemahlene Vanille
1 Bio-Ei (L)
ca. 250 g Zartbitterschokolade

Zu allererst das Ei und die Butter aus dem Kühlschrank geben. Bei diesem Rezept ist es wichtig, dass alle Zutaten die gleiche Temperatur (Zimmertemperatur) haben. Die Schokolade in kleine Stücke hacken. Das Mehl in eine kleinere Schüssel sieben. Backpulver und Salz beifügen und vermischen. Den braunen Zucker und die Butter in einer Küchenmaschine oder mit dem Handmixer mixen, bis sie sich verbunden und eine weiche, homogene Masse gebildet haben. Nun die Vanille und das Ei beifügen und für ca. 2 Minuten bei mittlerer Geschwindigkeit weitermixen. Nun nach und nach die Mehl-Mischung beimengen und wirklich nur solange verrühren, bis sich die Zutaten zu einem Teig vermengt haben. Nun die Schokoladenstücke zugeben und sie mit einem Kochlöffel oder händisch einarbeiten. Den Teig zu ca. pflaumengroßen Bällen formen und für min. 1 Stunde zugedeckt in den Kühlschrank geben. Den Ofen auf 170 Grad Ober- Unterhitze vorheizen, die Teigbällchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und mit einer Prise grobem Meersalz bestreuen. Die Kekse für ca. 13-15 Minuten backen, bis die Ränder goldbraun und knusprig erscheinen. Aus dem Ofen nehmen, mit einer Prise Meersalz bestreuen und vor dem Verzehr komplett auskühlen lassen.

 

Tipps & Tricks: 

  • Wie groß ihr eure Schokoladenstücke hackt, ist reine Geschmackssache. Ich persönlich mag sie ein wenig größer, sprich ca. in der Größe einer 5 Cent Münze. 
  • Wenn wir schon beim Thema Schokolade sind: achtet unbedingt auf die Qualität der Schokolade. Minderwertige Zutaten schmeckt man. 
  • Wichtig bei diesem Rezept ist, dass alle Zutaten dieselbe Temperatur haben. Das kommt vor allem bei den Eier und der Butter zum Tragen. Raumtemperatur ist das Stichwort! 
  • Vielleicht fragt ihr euch, was denn der großzügige Einsatz von Salz in diesem Rezept zu suchen hat. Das Salz hat in diesem Fall vor allem eine Funktion: den Schokoladengeschmack verstärken! Probiert es aus, eine kleine Prise wirkt wahre Wunder. 
  • Die Cookies halten sich mindestens 3 Tage (wenn sie solange überhaupt übrig bleiben). Ich persönlich finde, dass sie am 2. Tag am allerbesten schmecken. Denn da sind sie bereits ein wenig mürbe und nicht mehr ganz so weich. Aber auch das ist reine Geschmackssache. 
  • last but definitely not least: Je länger der Teig gekühlt wird, desto besser. Für die besonders Geduldigen unter euch, empfehle ich, ihn über Nacht in den Kühlschrank zu geben. Für all jene, die es ein wenig eiliger haben, reichen aber auch 1-2 Stunden. 

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Über Mara

Eine Exil-Salzburgerin und Wahl-Wienerin, die ihr Herz an die kulinarische Vielfalt Österreichs verloren hat. Egal ob beim Nachkochen von Oma's Originalrezepten oder bei neu interpretierten Klassikern - am wichtigsten ist der Genuss! Denn Essen soll nicht nur den Bauch füllen, sondern auch das Herz wärmen.

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