Banana Bread Muffins mit Chocolate Chips

Wir sind nun ganz offiziell endlich in meiner Zeit des Jahres angekommen. Hat jetzt aber auch wirklich lang genug gedauert. Der permanente Sonnenschein und die Hitz’ der letzten Monate ist mir ehrlicherweise schon gehörig auf den Zeiger gegangen. Ein halbwegs normaler Mensch (gemeint: ich) kann nur ein gewisses Maß an Höllenhitze aushalten. Und mein Sonnen-Kontingent war heuer schon Mitte Juni randvoll. Alles was danach kam hätt’ ma uns, meiner bescheidenen Meinung nach, auch eigentlich sparen können. 

Denn für mich gibt’s nur einen wahren Sommer: den Altweibersommer! Der hat nämlich alle Vorzüge eines gewöhnlichen Sommers, ohne dessen (unzählige) Nachteile. Wer einmal bei 34 Grad in Wien mit einer nicht klimatisierten Bim gefahren ist, kann garnicht anders als mir zuzustimmen. 

In diesem Sinne wurden die letzten Wochen in vollen Zügen genossen. Wobei ein paar Grad weniger auch nicht schlimm gewesen wären, aber das wär ja jetzt Jammern auf sehr hohem Niveau, gell? Und überstrapazieren will ich’s an der Stelle auch nicht. Irgendwie hab ich nämlich im Gefühl, dass mich die Sonnenkontingent-Aussage weiter oben schon zur Persona non grata bei einem Großteil meiner verehrten LeserInnenschaft gemacht hat. Und ich hab keine Lust mich an der Stelle jetzt noch weiter aus dem Fenster zu lehnen, nur um dann Gefahr zu laufen mit Mistgabeln durch’s digitale Dorf getrieben zu werden. 

Banana Bread Muffins Chocolate Chips

Um dem heurigen Altweibersommer, der sich wirklich in unendlicher Pracht gezeigt hat, Tribut zu zollen, hab’ ich mir daran gemacht, all die Lieder zu sammeln, die mich in den letzten Wochen begleitet haben. Rausgekommen ist eine sehr persönliche  Playlist, die von Herzen kommt und sich nach Sonnenstrahlen auf der Haut, letzten Schanigarten-Spritzern, klarer, kalter Luft beim Spazierengehen, goldenem Licht, einem Anflug von Melancholie ob der herannahenden Kälte,  Kastanien suchen im Wald, frisch gebackenen Muffins, der allmorgendliche vom Sonnenaufgang durchbrochener Frühnebel auf der Jesuitenwiese und ein bisserl Vergänglichkeit anhören soll.

Hinweise zur Güte

Tut mir einen Gefallen...

Ein Punkt, den ich bei eigentlich eh jedem Rezept erwähnen könnte (und wahrscheinlich auch sollte), ist die Wichtigkeit qualitativ hochwertiger Zutaten. Denn nur mit guten Produkten kann gutes Essen zubereitet werden. In diesem konkreten Fall geht es nicht um Eier, Butter oder Mehl (bitte ausschließlich in Bio-Qualität, ge?) sondern um Zucker und Schokolade. Denn vor allem in diesen beiden Fällen schmeckt man’s wirklich raus wenn billiges, minderwertiges Zeug zum Einsatz gekommen ist. Tut’s mir doch bitte einen großes Gefallen und schaut’s ein bisserl drauf woher Zucker & Schokolade kommen und ob sie denn auch fair gehandelt wurden. Denn das macht geschmacklich und ethisch einen großen Unterschied. 

Übrigens schwöre ich beim Backen schokoladen-technisch auf  Schokolade von Guittard. In Österreich, soweit ich weiß, quasi nur bei American Heritage zu bekommen. Probiert sie einmal aus und dankt mir später! 

Zucker ist nicht gleich Zucker

Natürlich könnte man auch ganz normalen Feinkristallzucker zum Backen verwenden. Aber dann würden sie halt nicht unfassbar gut nach Karamell schmecken. Just saying. 

Keine Schokolade ist auch (k)eine Lösung

Die Muffins schmecken natürlich auch ohne Chocolate Chips sehr gut. Aber wo bliebe denn da der Spaß? Ob und welche Schokolade verwendet wird, bleibt ganz dem persönlichen Geschmack oder Vorratskasten überlassen. Ich persönlich finde die Kombination aus karamelligem Muscovado-Zucker, süßen Bananen und dunkler Schokolade mit Abstand am stimmigsten. Wer aber Team Zuckerrausch ist, der ist mit Vollmilchschokolade gut beraten. 

Muffinblech oder Silikonform?

Ich für meinen Teil bin in Sachen Muffins eine echte Traditionalistin. Denn bei mir wird ausschließlich in Muffinblechen aus Metall gebacken. Ich weiß, einige schwören auf Muffinformen aus Silikon, aber ich für meinen Teil hab’ das Gefühl, dass die zusätzliche Hitze, die vom Metall beim Backen ausgestrahlt wird vor allem den Muffin Bottoms recht gut tut.

Wie auch immer, auf jeden Fall kommen bei mir immer Förmchen aus Papier in die Metallformen. Das sieht nicht nur nett aus, sondern minimiert auch das Risiko, dass die Muffins nach dem Backen nicht aus ihren Formen raus wollen. Been there, done that. 

Pimp your Muffin

Wer eine Aversion gegen Schokolade hat, kann das Rezept natürlich ganz nach Belieben pimpen. Gut passen würden auf jeden Fall Walnüsse, kleine Dattelstücken, Zimt, Pecan Nüsse, Haferflocken, Cranberries und eigentlich sonst eh auch alles, was das Herz begehrt! 

Banana Bread Muffins mit Chocolate Chips

18 Muffins // 170 Grad // 15 Min.

230 Gramm Butter, sehr weich
100 Gramm Muscovado Zucker
2 Eier (M)
3 (über)reife Bananen, zerdrückt
1/2 TL Vanille gemahlen
250 Gramm Weizenmehl, universal
1 TL Backpulver
1 TL Natron / Backsoda
Prise Salz
200 Gramm Chocolate Chips (zartbitter bzw. min. 70%) 

Den Ofen auf 170 Grad vorheizen und Muffinformen vorbereiten (siehe oben). 

In einer Küchenmaschine / großen Schüssel die weiche Butter und den Zucker miteinander vermengen und für ca. 5 Minuten bei hoher Geschwindigkeit mixen. Nun die beiden Eier nacheinander hinzufügen und jeweils gut verrühren. Die zerdrückten Bananen sowie die Vanille hinzugeben und ebenfalls ordentlich verrühren. 

In einer zweiten, kleineren Schüssel die trockenen Zutaten (Mehl, Backpulver, Natron und Salz) miteinander vermengen und in den restlichen Teig einrühren. Zuletzt die Chocolate Chips in den Teig geben und unterheben. 

Den Teig in die vorbereiteten Formen füllen (jeweils nur zu 2/3 anfüllen) und für ca. 15 Minuten im Ofen backen.

  • 0

    Overall Score

  • Reader Rating: 0 Votes

Über Mara

Eine Exil-Salzburgerin und Wahl-Wienerin, die ihr Herz an die kulinarische Vielfalt Österreichs verloren hat. Egal ob beim Nachkochen von Oma's Originalrezepten oder bei neu interpretierten Klassikern - am wichtigsten ist der Genuss! Denn Essen soll nicht nur den Bauch füllen, sondern auch das Herz wärmen.

Willst du mir etwas sagen?

Your email address will not be published. Required fields are marked *