Bananen-Zimtschnecken

Es herbstelt ordentlich. Das ist nicht zu übersehen- die Tage werden kürzer und frostiger. Deshalb ist jetzt wohl der ideale Zeitpunkt ein neues Kapitel hier auf Stadtmärchen aufzuschlagen: comfort food.
Lange habe ich hin und her überlegt ob’s denn nicht auch einen deutschen Begriff für comfort food gibt.
Bin aber zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis gekommen. Wohlfühl-Essen? Hm. Komfort-Gerichte? Wirklich nicht. Tröstliche Speisen? Nope.
Ihr seht wohin das führt… comfort food ist etwas ganz Bestimmtes. Comfort food sind Gerichte, die einem ein wohliges Gefühl geben. Essen für die Seele.
Und genau das liebe ich am Kochen so. Die Möglichkeit meinen Lesern und Leserinnen (und mir- so ganz uneigennützig ist das Alles auch wieder nicht) ein gutes Gefühl beim Kochen und Essen zu schenken. That’s what it’s all about! Beispiel gefällig?

Man stelle sich Folgendes vor: Es ist Sonntag. Draußen stürmt und schneit es, es ist zwar erst später Nachmittag aber es ist bereits nahezu dunkel. Kerzen flackern. Du liegst in eine Decke gewickelt mit einer Tasse Tee auf dem Sofa und im Rohr bäckt etwas, das die ganze Wohnung nach Zimt duften lässt: Bananen-Zimtschnecken.

Gebt zu, ihr wollt genau in diesem Moment eine Zimtschnecke haben?  Tja, dann hab’ ich erreicht was ich wollte. Und weil ich euch alle ja ziemlich gern mag, teile ich mit euch das Rezept, dass eure ganze Wohnung zum Duften bringt. Comfort food vom Feinsten.

 


Bananen-Zimtschnecken

– 1 Packung Trockengerm
– 250 ml Milch
– 80 g Butter (+ 40 g extra)
– 60 g brauner Zucker  (2 EL Zucker extra)
– eine Prise Salz
– 2-3 reife Bananen ( davon 1-2 Bananen zerdrückt, den Rest in Scheiben geschnitten)
– 380 g Weizenmehl
–  1 TL gemahlener Zimt (je nach Belieben)
– EL Pflanzenöl (zB. Sonnenblumenöl)

Milch und 40 g Butter in der Mikrowelle oder am Herd zum Schmelzen bringen. Abkühlen lassen, bis die Mischung nur noch lauwarm ist. Den Germ hinzufügen und für 5-10 Min. ruhen lassen. Nun 2 EL Zucker, Salz und die zerdrückten Bananen hinzufügen und verrühren.

Nun das Mehl nach und nach hinzufügen und nach jedem Mal gut verrühren. Wenn der Teig zu klebrig ist um ihn weiter zu verrühren, auf eine bemehlte Fläche stürzen und durchkneten. Immer wieder mit ein wenig Mehl bestäuben, bis er die Konsistenz eines leicht klebrigen Teigballs annimmt.

Die Innenseite einer großen Schüssel mit dem Pflanzenöl bepinseln und den Teigball hineinlegen. Die Schüssel mit einem Tuch bedecken und für eine Stunde an einen warmen Ort stellen.

Kurz vor Ende der Gehzeit 80g  Butter schmelzen. Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche stürzen und zu einem ungefähr 1 cm dicken Rechteck ausrollen. Eine feuerfeste Auflaufform mit 2 EL der Butter ausstreichen.
Den Teig mit der restlichen zerlassenen Butter bestreichen und 60 g braunen Zucker darüber streuen. Nun die Bananenscheiben gleichmäßig darauf verteilen.

Den Teig zu einer großen Rolle rollen. Hierbei darauf achten, dass der Teigschluss nach unten  schaut. Nun den Teig in gleichmäßige Teile schneiden und in die Auflaufform schichten.
Den Ofen auf 180 Grad  vorheizen und die Zimtschnecken währenddessen noch einige Minuten gehen lassen. (Das funktioniert meiner Erfahrung nach am Besten am Herd- denn der Ofen strahlt beim Heizen genug Wärme aus.)
Nun die Zimtschnecken für 25-30 Minuten im Ofen backen, bis sie goldbraun sind.
Optional danach noch mit ein wenig geschmolzener Butter und Zimtzucker bestreichen.

Notiz am Rande: ich habe mich diesmal für eine Zuckerglasur entschieden. Einfach 1 EL Butter schmelzen und mit 200 g Staubzucker verrühren. Nach und nach Milch beifügen um die gewünschte Konsistenz zu erhalten. (Dickflüssig ist das Zauberwort!)

Guten Appetit!


Zimtschnecken
Rezept adaptiert. Das originale Rezept findet ihr hier.

 

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Über Mara

Eine Exil-Salzburgerin und Wahl-Wienerin, die ihr Herz an die kulinarische Vielfalt Österreichs verloren hat. Egal ob beim Nachkochen von Oma's Originalrezepten oder bei neu interpretierten Klassikern - am wichtigsten ist der Genuss! Denn Essen soll nicht nur den Bauch füllen, sondern auch das Herz wärmen.

Darf's noch etwas sein?

10 Kommentare zu “Bananen-Zimtschnecken

  1. 27. Oktober 2015 um 22:52

    Mmmmmh… Schaut super gut aus, kannte bis jetzt nur die klassische Variante ohne banane. Aber mit Banane is einfach alles doppelt so gut!

    • 28. Oktober 2015 um 16:57

      Liebe Mira, ja! Bananen machen einfach alles besser- da hast du vollkommen Recht!

  2. 31. Oktober 2015 um 18:09

    So, ich bin gerade am Nachwerkeln und hoffe SO sehr, dass mir diesmal der Germteig gelingt (habe in meinem Leben wenige aber klägliche Versuche zu verzeichnen) – drück mir die Daumen 😀

    • 31. Oktober 2015 um 18:18

      Liebe Florentine, meine Daumen sind ganz fest gedrückt! Wird bestimmt vorbildlich aufgehen, da hab ich keinen Zweifel! 😀

  3. 31. Oktober 2015 um 18:36

    Oh mann, das sieht mal wieder super lecker. Ganz ehrlich – bitte aufhören, sonst werden wir alle noch kugelrund 😀

    Liebe Grüße,
    Sonja von Sunny Side Up

    • 31. Oktober 2015 um 19:36

      Liebe Sonja,
      haha das kann ich leider nicht versprechen- arbeite schon wieder fleißig an neuen feinen Sachen 😉
      Ich schick dir ganz liebe Grüße zurück!

  4. 2. November 2015 um 10:41

    Zimtschnecken mach ich ja öfter – aber eine Banane da mit rein zu tun, an das hätte ich noch nie gedacht!

  5. 3. März 2018 um 14:28

    Super gutes Rezept, das sogar mir als Backneuling gelungen ist. Die Kombi aus Banane und Zimt – Fantastisch!

    • 5. März 2018 um 11:50

      Das freut mich sehr, danke für das Kompliment, liebe Kim!

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