Bircher Müsli

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Dinge durch die man merkt, dass man endgültig aus der pubertären Trotzphase draußen und in der vernünftigen Erwachsenenphase drinnen ist? Frühstück. Denn bis ich keinem geregelten Berufsalltag nachgegangen bin (oh Gott, wie sich das anhört), war Frühstück für mich eher eine Option als ein fixer Bestandteil meiner morgendlichen Routine. Soll heißen: Als ich noch  in die Schule Schule ging, habe ich aus Prinzip nicht gefrühstückt. Solchen gesellschaftlichen Konventionen nicht nachzugeben, empfand ich offensichtlich als cool. Im Nachhinein ein bisserl dämlich, aber mei, das nennt man Pubertät.
Als ich dann nach Wien zog, war Frühstück für mich noch immer eher optional. Weil: als Klischee-Studentin ging bei mir vor 10 Uhr sowieso nix. Und alles nach 10 ist ja quasi schon Mittagessen. Und falls es doch mal zu einer Lehrveranstaltung vor 10 Uhr kam (meiner Meinung nach eine Verletzung der UNO-Menschenrechtskonvention!) dann war ich sowieso zu absolut nichts fähig. Um die Uhrzeit galt mein einziger Gedanke den 4,5 Liter Kaffee, die ich mir intravenös verabreichen lassen wollte. Mir fehlte die Kraft an so etwas Banales wie Frühstück zu denken.

Inzwischen hat sich daran Einiges geändert. Das mit dem Koffein intravenös ist zwar noch immer eine Fantasie, die ich mal verwirklichen möchte, aber so ganz grundsätzlich komm ich mir jetzt schon ziemlich erwachsen und deshalb auch ziemlich vernünftig vor. Denn: ich frühstücke! Zwar nicht täglich, aber durchaus regelmäßig. Eines hat sich dabei jedoch nicht geändert: in der Früh zählt jede Minute! Deshalb ist ein Frühstück, das man am Abend zuvor zubereitet ziemlich großartig. Denn das bedeutet dass ich im Schnitt eine gute Viertelstunde länger schlafen kann. Und wer behauptet, dass es auf die paar Minuten nicht ankommt, der hat keine Ahnung (oder ist ein Cyborg).

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Wer sich übrigens beim Lesen dieses Blogposts gedacht hat, dass hier alles ein bisserl’ fescher als sonst ist, der kriegt ein Mitarbeits-Plus für’s Aufpassen! Denn ich hab mich mit der unglaublich talentierten Sarah von Atelier Zarah zusammengetan um meine Blogposts hier für euch in Zukunft noch schöner zu gestalten! Falls ihr Sarah spontane Liebesbekundungen aussprechen wollt (glaubt mir, ich kenn das Gefühl),  dann hat sie sicher nichts dagegen.

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Über Mara

Eine Exil-Salzburgerin und Wahl-Wienerin, die ihr Herz an die kulinarische Vielfalt Österreichs verloren hat. Egal ob beim Nachkochen von Oma's Originalrezepten oder bei neu interpretierten Klassikern - am wichtigsten ist der Genuss! Denn Essen soll nicht nur den Bauch füllen, sondern auch das Herz wärmen.

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