Märchen’s Heiligabend Menü- der 1. Gang: cremige Pastinakensuppe mit Gremolata

Wie im letzten Beitrag bereits erwähnt, versuche ich gerade den Eindruck zu erwecken, mein Leben halbwegs im Griff zu haben. Fazit bis jetzt: das bedeutet viel Arbeit. Und weil mir ja neben neuem Job, Uni und Blog fad werden würd‘, hab ich beschlossen, dass es doch ganz nett wäre, nebenbei noch in eine neue Wohnung zu ziehen. Weil, wie meine Mutter immer zu sagen pflegt: des Lebn is a Beschäftigungstherapie.

Wo sie Recht hat, hat sie Recht. Das, was ich hier betreibe, ist natürlich Jammern auf ganz hohem Niveau. Denn immerhin habe ich einen Job, den ich verdammt toll finde, die Uni beschränkt sich auf Restbestände, die es halt einfach noch zu machen gilt und der Blog bereitet mir so unglaublich viel Freude, dass es schon fast kitschig ist.

Und da wäre ja noch das mit der Wohnung… die ist nämlich nicht nur wunderschön, und 450 Meter von meiner jetzigen entfernt (ich bin halt einfach ein Gewohnheitstier- das Rochusgrätzl wird mich nicht mehr los!), sondern hat auch noch eine Küche. Eine richtige Küche! Und in ebendieser Küche steht zwar bis dato noch nichts drinnen (und das wird auch noch 4 bis 6 Wochen dauern, was eher semi-fein ist), aber sie ist hell, großzügig und hat ein Fenster! Alles Dinge, auf die ich bisher verzichten musste.

Trotz aller Vorfreude muss ich doch gestehen, dass ich noch zweifle, ob ich mich in meiner neuen Wohnung auch so wohl fühlen werde wie bisher. Denn das allerwichtigste an einem Zuhause ist nicht die Größe oder Ausstattung, sondern das Gefühl, dass man hat, wenn man es betritt: Geborgenheit. Meine bisherige Wohnung war genau das. Nicht nur für mich, sondern auch für alle lieben Menschen um mich herum. Erstaunlich wie viele Erinnerungen in 34m² passen.
Aber wie heißt es so schön: auf zu neuen Ufern! Und deshalb wird ganz ganz bald in der neuen Küche gekocht, gebacken und Wein getrunken. Und dann dann kommt das mit den neuen Erinnerungen von ganz allein.

Bis dahin habe ich etwas ganz Besonderes für euch vorbereitet. Ich habe meinen letzten Besuch in Salzburg genutzt und hab‘ wiedermal einen Tag lang die mütterliche Küche okkupiert um etwas ganz Feines für euch vorzubereiten: ein Heiligabend- Menü in 3 Gängen. Dieses Menü wird, ab heute, jeden Adventsonntag um einen Gang erweitert. Und als großes Finale gibt’s dann noch ein „last minute Keksrezept“ für all jene, die mit dem Kekse backen genauso früh dran sind wie ich normalerweise. Den Anfang macht heute, logischerweise, der 1. Gang: eine cremige Pastinakensuppe mit Gremolata und Milchschaum. Lasst es euch schmecken, meine Lieben!

 

Pastinakensuppe mit Gremolata und Milchschaum

4 Personen 
30 min

Pastinakensuppe

  • 500 Gramm Pastinaken
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Butter
  • 1 ½ Liter Gemüsebrühe
  • 2 EL Weißweinessig
  • 200 ml Schlagobers
  • 150 ml Milch
  • Prise Muskat
  • Salz
  • Pfeffer
  • geschäumte Milch (nach Belieben)

Gremolata

  • 50 g Petersilie
  • ½ Zehe Knoblauch
  •  Zitronenabrieb einer Bio-Zitrone
  • Olivenöl

Pastinaken, sowie Zwiebel schälen und in grobe Stücke schneiden. Die Zwiebel in einem Topf mit Butter andünsten. Sobald diese glasig sind, Pastinaken hinzufügen und ebenfalls kurz mitdünsten. Mit Brühe aufgießen und für ung. 15-20 min weich kochen lassen und anschließend pürieren.  Nun mit Schlagobers und Milch aufgießen und nochmals aufkochen. Zwei Esslöffel Essig beifügen und mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken.

Für die Gremolata den Knoblauch fein hacken und mit den anderen Zutaten in einem Mixer zerkleinern.

Zum Anrichten Gremolata und Milschaum auf die Suppe träufeln und mit frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer garnieren.

Pastinakensuppe_collage

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Über Mara

Eine Exil-Salzburgerin und Wahl-Wienerin, die ihr Herz an die kulinarische Vielfalt Österreichs verloren hat. Egal ob beim Nachkochen von Oma's Originalrezepten oder bei neu interpretierten Klassikern - am wichtigsten ist der Genuss! Denn Essen soll nicht nur den Bauch füllen, sondern auch das Herz wärmen.

Darf's noch etwas sein?

4 Kommentare zu “Märchen’s Heiligabend Menü- der 1. Gang: cremige Pastinakensuppe mit Gremolata

  1. 30. November 2015 um 15:38

    Ich muss zugeben, Pastinaken waren bis jetzt so eine Sache mit der ich nicht so recht was anzufangen wusste…. Das klingt und schaut natürlich phänomenal aus. Ich müsste nur einen Weg finden, das für mich abzuändern, da ich Milch leider ganz schlecht vertrage (auch die lactosefreie nicht). Aber ich denk es müsst auch ohne Obers gut schmecken 🙂

    Und was das Übersiedeln angeht – ich hab dir schon gemailt 😉

    • 1. Dezember 2015 um 13:24

      Liebe Martina,
      Pastinaken sind total unterbewertet! Probier es unbedingt aus 😀
      Mit Schlag sollte das Ganze natürlich auch Problemlos funktionieren- nimm vielleicht ein wenig mehr Wasser, damit die Suppe kein Brei wird 😉
      Liebe Grüße

  2. 1. Dezember 2015 um 11:57

    Tolle Idee mit dem Heiligabend-Menü, der 1. Gang ist dir schonmal gelungen – auch die Fotos wurden toll!
    Liebe Grüße!
    P.S.: Bei mir kannst du momentan einen Gutschein für Weihnachtsgeschenke gewinnen, würde mich freuen wenn du vorbeischaust! 🙂
    themintandonly.com

    • 1. Dezember 2015 um 13:23

      Vielen Dank für das liebe Kompliment, Ricarda! 😀

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