Milchreis mit Zwetschkenkompott

In meinem Kopf hab’ ich mir gefühlt 17 verschiedene Einleitungen für diesen Beitrag vorgesagt. Keine fühlte sich richtig an. Deshalb belassen wir es diesmal einfach dabei und streichen die pointierte, humoristische oder was auch immer Einleitung heute mal einfach. Denn die einzigen Worte die mir einfallen, sind die Sätze wie “And sometimes, life happens.” oder “Manchmal fehlen einem die Worte…” und das sind wohl Aussprüche, auf die wir alle getrost verzichten können.
Cheesy Texteinleitungen überlass’ ich diesmal gerne jemand anderem. (Was nicht heißen soll, dass ich sie mir nicht notiere und sie euch zu einem geeigneteren Zeitpunkt antue.)

Eigentlich wundert es mich gerade selbst, dass ich mich wirklich dazu aufgerafft habe einen Beitrag zu veröffentlichen. Denn eigentlich ist mir so garnicht danach zu Mute. Normalerweise sehe ich das Schreiben als eine Art Psychohygiene: ich verarbeite Themen, die meinen Alltag bestimmen, indem ich über sie schreibe. Seien sie positiv oder negativ, irgendetwas dazwischen oder Alles zugleich. 

Milchreis_Zwetschkenkompott

Doch derzeit gibt es das ein oder andere Thema in meinem Leben, das dies so sehr beherrscht, dass es sich wie gelähmt anfühlt, jedes Mal wenn ich versuche meine Gedanken durch Niederschrift zu ordnen. Und eigentlich sollte ich darüber schreiben, die digitale Allgemeinheit daran teilhaben lassen, um mich danach besser zu fühlen. So habe ich es bisher doch auch getan, und es hat immer wieder geholfen. Doch das kann ich diesmal (noch) nicht. Und deshalb betreibe ich gerade permanente Selbstzensur. Denn es ist ja nicht so, als würde ich nicht versuchen darüber schreiben. Ich schreibe. Ich veröffentliche nur nicht. Denn dazu fehlt mit auf der einen Seite der Mut mein Inneres nach außen zu kehren, sodass es jeder betrachten kann und andererseits hindert mich schlichtweg mein immerwährender Perfektionismus. Denn wenn im Kopf Chaos herrscht, dann wirkt sich das auch auf das Schreiben aus. Und wenn mir Texte, die ich geschrieben habe, nicht gefallen, dann werden sie in der Regel auch nicht veröffentlicht. Es ist also wie ein Gang auf einem sehr schmalen Grat. Eigentlich gar nichts sagen aber gleichzeitig am liebsten losschreien zu wollen. Deshalb halte ich vorerst einfach mal die Füße still. Denn Diplomatie war noch nie meine Stärke. (Ungefähr jeder, der mich kennt, kann das bestätigen.) 

Portrait_Wildkind
Milchreis_Zwetschkenkompott

Puh, harter Stoff. Ich frag’ mich gerade, wie ich jetzt die Überleitung zu meinem Rezept schaffe. Wisst ihr was, ich hab’ keine Ahnung. Ich weiß nur soviel, Milchreis tröstet. Und genau das ist es, was man manchmal braucht. Eine große Schüssel voller Trost in Form von Milchreis mit viel Zwetschkenkompott. Lasst es euch schmecken.

PS: Ein grausliges, schicksalsschwangeres Zitat kann ich mir leider doch nicht verkneifen. Bereit?
I’ll be back. (Ja. Sie hat gerade Terminator zitiert. Ja, das hat sie wirklich getan. Nein, sie ist nicht auf den Kopf gefallen.)

Vintage_Portrait
Milchreis_Wildkind

Milchreis mit Zwetschkenkompott


200 Gramm Arborio Reis
500 ml Vollmilch
250 ml Schlagobers
100 g Kristallzucker
1 Vanilleschote
Prise Salz

300 Gramm Zwetschken
1 Zimtstange
2 EL Rum

Für den Milchreis die Milch und circa 200 ml des Schlagobers in einem tiefen Topf er- hitzen. Die Vanilleschote mit einem Messer der Länge nach einritzen und auskratzen. Das Vanillemark sowie den Zucker und eine Prise Salz zur Milch geben und unter ständigem Rühren kurz aufkochen lassen. Nun den Reis hinzufügen und für circa 20 bis 25 Minuten unter regelmäßigem Rühren bei schwacher Hitze köcheln lassen bis der Reis weich ist.

Für das Zwetschkenkompott die Früchte entsteinen und je nach Größe vierteln oder halbieren. In einem Topf mit dem Rum und der Zimtstange aufkochen lassen und bei schwacher Hitze ca. 10 Minuten köcheln lassen. Sobald die Zwetschken weichgekocht sind von der Flamme nehmen.

Nun zurück zum Milchreis: Am Ende der Garzeit die Vanilleschote aus dem Milchreis entfernen, den restlichen Schlagobers einrühren und mit Zwetschkenkompott servieren.

Milchreis_Wildkind

Wie man unschwer erkennen kann, stand ich diesmal nicht hinter der Kamera, sondern ausnahmsweise mal davor.
Die tollen Fotos habe ich Kim von Wildkind zu verdanken. 

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Über Mara

Eine Exil-Salzburgerin und Wahl-Wienerin, die ihr Herz an die kulinarische Vielfalt Österreichs verloren hat. Egal ob beim Nachkochen von Oma's Originalrezepten oder bei neu interpretierten Klassikern - am wichtigsten ist der Genuss! Denn Essen soll nicht nur den Bauch füllen, sondern auch das Herz wärmen.

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