Minestrone im Mai

Eigentlich spricht ja nicht sonderlich viel dafür Mitte Mai eine Minestrone zu kochen und das Rezept dann auch noch hier niederzuschreiben. Viel eher ist diese klassisch italienische Suppe etwas für kühle Herbstabende. Tja, möchte man zumindest meinen. Denn, wie schon erwähnt, ist es Mitte Mai. Und das bedeutet, dass die Zeit der Eisheiligen gekommen ist. Für all jene unter euch, die mit dem Begriff nichts anfangen können, gibt’s natürlich auch eine kurze Erklärung.
(Damit ich hier mal wieder etwas für die Allgemeinbildung tue. Stichwort: Bildungsauftrag.)

„Pankrazi, Servazi, Bonifazi sind drei frostige Bazi. Und zum Schluss fehlt nie die kalte Sophie.“ ist wohl eine der bekanntesten Bauernregeln hierzulande.
Sie beschreibt die Reihenfolge der Eisheiligen, das sind jene Tage Mitte Mai, an denen es, laut alter Bauernregel, zu Wettereinbrüchen und sogar Frost kommen kann. Jeder dieser Tag zwischen dem 11. und 15. Mai ist nach einem historischen Bischof oder Märtyrer benannt.

So, Bildungsauftrag beendet. Aber Eines muss man Pankratius und Co. lassen: heuer haben sie einen fulminanten Auftritt hingelegt. Denn heute ist der 12. Mai, ich trinke Tee und habe Wollsocken an. So viel zum Thema Frühsommer. Aber ich muss ja zugeben, dass es mich dieser Wettereinsturz nicht sonderlich stört, denn so kann ich getrost meine Minestrone löffeln und dem Regen beim Fallen zusehen.

Zu diesem Rezept inspiriert hat mich übrigens das Rezept „Minestrone Milanese“ aus dem wunderbaren Kochbuch Ein Topf für Alles von Katharina Seiser.

Minestrone_Collage_1Minestrone

3 EL Olivenöl
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 frische Chili
1 kleine Stange Lauch
2 Karotten
1/4 Sellerieknolle (oder auch Stangensellerie)
1 kleine Petersilienwurzel
1-2 Zweige Rosmarin
3-4 Blätter Salbei
2 Zweige Thymian
2-3 Zweige Petersilie (fein gehackt)
ein paar Blätter Basilikum (fein gehackt)
eine handvoll Datteltomaten
1 EL Tomatenmark
200 ml Polpa
500- 750 ml Gemüsefond
ca. 200 g Cavatelli (oder ähnliche Suppennudeln)
Salz, Pfeffer

Zwiebel, Knoblauch und Chili klein schneiden. Den Lauch und das Wurzelgemüse ebenfalls klein schneiden. Nun das Olivenöl in einem tiefen Topf erhitzen und Zwiebel, Knoblauch, Chili und Wurzelgemüse daran langsam Farbe nehmen lassen. Nebenbei die Gemüsebrühe in einem kleinen Topf zum Kochen bringen. Die Kräuter klein hacken und ebenfalls in den Topf mit dem Gemüse geben und kurz mitrösten lassen. Nun das Tomatenmark einrühren und danach die Polpa unter regelmäßigem Rühren hinzufügen. Die Gemüsebrühe in die Minestrone leeren und aufkochen lassen. Die Tomatenwürfeln beifügen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Nudeln in die Suppe geben und al dente kochen.
Sobald die Nudeln bissfest sind, die Minestrone abschmecken und anrichten. Zuletzt noch etwas Olivenöl darüber träufeln und nach Belieben mit gehacktem Basilikum garnieren.

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Über Mara

Eine Exil-Salzburgerin und Wahl-Wienerin, die ihr Herz an die kulinarische Vielfalt Österreichs verloren hat. Egal ob beim Nachkochen von Oma's Originalrezepten oder bei neu interpretierten Klassikern - am wichtigsten ist der Genuss! Denn Essen soll nicht nur den Bauch füllen, sondern auch das Herz wärmen.

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