Kekserlmadness 2018: Schneebälle, Schokokipferl & Peanut Butter Cookies (Anzeige)

Ok, Ok, ich gebs zu. Die heurige Weihnachtsbäckerei mag ein bisserl eskaliert sein. It just happened. Es fühlt sich ein wenig so an, als wär‘ meine Küchenmaschine von einer höheren, sich im Zuckerrausch befindlichen, Macht besessen gewesen. Anders kann ich mir den aktuellen Stand von 10 verschiedenen Kekssorten eigentlich nicht erklären. Es lag offensichtlich nicht in meiner Hand. Ansonsten hätt‘ ich mir nicht extra mehrere (!) Tage freigenommen nur um Kekse zu backen. Das wär ja absurd, gell?

Neben den absoluten Klassikern wie Linzer Augen, Vanillekipferl und Co. gab es heuer auch diverse Neuzugänge in den Keksdosen (die übrigens ob der schieren Menge an Inhalt auch aufgestockt werden mussten). Meine 3 liebsten Newcomer gibt’s heute für euch. Immerhin sind wir ja hier ein serviceorientiertes Medium. May I present: Vanille-Schneebälle, Schokokipferl und Peanut Butter Cookies.

Weihnachtskekse

Tipps

Vanille

Inzwischen sollte meine werte LeserInnenschaft ganz genau wissen was jetzt kommt. Ich werd‘ trotzdem nicht müde Folgendes zu betonen: Wenn die Qualität der Zutaten nicht passt, bringt das tollste Rezept nix. Vanille ist ein Luxusprodukt und genau so sollte sie auch beim Backen eingesetzt werden. Genau deshalb empfehle ich die leidigen Vanillezucker-Packerl bleiben zu lassen und stattdessen folgende Alternativen zu wählen:

  1. Echte Vanilleschoten verwenden (auch wenn’s ein bisserl teurer ist) und mit der ausgekratzen Schote dann Folgendes machen um die Kosten um ein Zehnfaches dann wieder reinzuholen:
  2. Vanillezucker selbst machen, indem man einfach eine ausgekratzte Vanilleschote in ein Glaserl mit dem Zucker eurer Wahl (Staub, Kristall, ‚Brauner, You name it…) gebt. Die Vanille aromatisiert euch den Zucker schon binnen weniger Tage. Grundsätzlich gilt aber auch hier, je länger stehengelassen desto besser. Et Voila, selbstgemachter Vanillezucker, ganz ohne Packerl und wesentlich günstiger als die gekaufte Variante.
  3. Vanillepaste oder gemahlene Vanille verwenden. (Affiliate)
    Ich hab‘ beides in meinem Küchenkastl‘ stehen und möchte nicht darauf verzichten. Beide Produkte werden aus ganzen Vanilleschoten gewonnen und eignen sich total gut für so ziemlich alle Rezepte bei denen Vanille zum Einsatz kommt.
Butter

Auch auf die Gefahr hin redundant zu sein, sag ich’s nochmal: ohne gute Produkte, keine guten Kekse! Und weil Butter nunmal die wichtigste Grundlage der meisten Keks-Rezepte ist, gilt auch hier das Motto Quality first. Ich hab‘ heuer all meine Kekse mit der Sommerbutter von Schärdinger gebacken und das Ergebnis kann sich sehen (und schmecken) lassen.

Pro-Tipp von mir an euch: kühlt eure Butter für mürbe Teige gut durch, damit die Kekse wirklich gut schmecken. Ich geb’ meine immer für 10 Minuten in den Tiefkühler und reibe sie dann einfach mit einer (groben) Reibe direkt in die Rührschüssel. Das spart enorm Zeit und die Butter verteilt sich perfekt im Teig. 

Warum heißt die Sommerbutter eigentlich Sommerbutter?

Die Schärdinger Sommerbutter heißt deswegen so, weil sie aus Milch produziert wird, die in der Grünfutterperiode (aka April bis Oktober) gewonnen wird! Die Milchkühe werden übrigens ausnahmslos mit gentechnikfreiem Futter versorgt. Wer mehr darüber erfahren möchte, sollte unbedingt einen Blick in den Nachhaltigkeitsbericht werfen.

Teig

Sowohl der Teig für die Schokokipferl, als auch der Schneeball-Teig können auf verschiedene Arten verwendet werden. Ersterer eignet sich übrigens auch ideal zum Ausstechen und der Schneeball-Teig ist nichts anderes als ein leicht abgewandelter Vanillekipferl-Teig.
Quasi multifunktionale Teige!

Schokokipferl

(2 Bleche)

200 Gramm Weizenmehl (glatt)
220 Gramm Butter (kalt & in kleine Stücke geschnitten bzw. gerieben- siehe Tipps)
½ Teelöffel gemahlene Vanille / 1 Packung Vanillezucker (zur Not)
2 Eidotter
140 Gramm Staubzucker
100 Gramm gemahlene Mandeln
100 Gramm Kakao (ungesüßt)
Prise Salz

Dekoration

100 Gramm Kuvertüre
Haselnusskrokant / Streusel

Alle Zutaten für den Teig in eine große Rührschüssel geben. Entweder per Hand oder mit der Küchenmaschine zu einem bröseligen Teig verkneten. Den Teigball in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank oder an einem anderen kühlen Ort rasten lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 170 Grad Umluft vorheizen.

Nun den Teig aus der Kühlung holen, ihn in 3-5 gleich große Teile abtrennen und daraus Rollen zu ca. 1,5 cm Durchmesser machen. Diese Rollen wiederum in kleine Stücke teilen und daraus Kipferl formen. Mit genügend Abstand auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und für ca. 10 Minuten backen. In der Zwischenzeit die Kuvertüre überm Wassserbad schmelzen. Darauf achten, dass die Kipferl nicht zu dunkel werden. Aus dem Ofen nehmen, kurz auskühlen lassen (sonst sind sie zu porös und brechen leicht), die Enden in die Kuvertüre tauchen und, wenn gewünscht, noch mit Streuseln oder Krokant dekorieren.

Vanille-Schneebälle

(2 Bleche)

für den Teig
280 Gramm Weizenmehl (glatt)
210 Gramm Butter (kalt & in kleine Stücke geschnitten bzw. gerieben- siehe Tipps)
140 Gramm Staubzucker
100 Gramm gemahlene Haselnüsse
2 Eidotter

Dekoration

Staubzucker
1/2 Teelöffel gemahlene Vanille

Alle Zutaten in eine große Rührschüssel geben. Entweder per Hand oder mit der Küchenmaschine zu einem bröseligen Teig verkneten. Den Teigball in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank oder an einem anderen kühlen Ort rasten lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 170 Grad Umluft vorheizen und den Staubzucker mit der Vanille vermischen und bereitstellen.

Nun den Teig aus der Kühlung holen und daraus kleine Kugerl formen. Mit genügend Abstand auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und für ca. 10 Minuten backen. Darauf achten, dass die Kugerl nicht zu dunkel werden. Kurz auskühlen lassen (sonst sind sie zu porös und brechen leicht) und dann, noch im warmen Zustand, im Staubzucker wälzen.

 

Peanut Butter Cookies

1 Blech

180 Gramm Weizenmehl (glatt)
1 Teelöffel Backpulver
40 Gramm Butter (weich)
150 Gramm Erdnussbutter (crunchy)
150 Gramm brauner Zucker
Prise Salz
½ Teelöffel gemahlene Vanille / 1 Packung Vanillezucker
2 Eier
Zimt zum Dekorieren

Mehl und Backpulver vermischen und beiseite stellen. Butter, Erdnussbutter, Zucker sowie Salz und Vanille mit einem Handmixer oder in der Küchenmaschine 2 Minuten lang bei hoher Geschwindigkeit mixen, sodass eine cremige Masse entsteht. Nun die Eier nacheinander hinzufügen und jeweils für eine halbe Minuten weiterrühren. Nach und nach das Mehl beimengen und auf kleinster Stufe verrühren, bis sich ein homogener Teig gebildet hat. Den Teig für mindestens 1 Stunde kalt stellen, so lässt er sich später besser formen.

Den Backofen auf 170 Grad Ober-Unterhitze vorheizen. Den gut durchgekühlten Teig zu kleinen Kugeln formen und diese auf einem mit Backpapier belegtem Backblech mit ein wenig Abstand auflegen. Für 10-12 Minuten backen.
Aus dem Ofen nehmen und die noch warmen Cookies mit einer Prise Zimt bestreuen.

Die Cookies sind anfangs noch sehr weich, werden aber mit der Zeit mürber. Luftdicht und trocken gelagert halten die Cookies gut 2-3 Wochen

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Schärdinger. Vielen Dank! 

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Über Mara

Eine Exil-Salzburgerin und Wahl-Wienerin, die ihr Herz an die kulinarische Vielfalt Österreichs verloren hat. Egal ob beim Nachkochen von Oma's Originalrezepten oder bei neu interpretierten Klassikern - am wichtigsten ist der Genuss! Denn Essen soll nicht nur den Bauch füllen, sondern auch das Herz wärmen.

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