Zimtschnecken gegen Weltschmerz

OK WOW. That all escalated very quickly.

Im Englischen gibt es eine wunderbare Wendung, die mir gerade in den Sinn gekommen ist, als ich überlegt hatte, wie ich denn diesen Artikel einleiten könnte. Sie lautet „talking about the elephant in the room“. Was so viel bedeutet wie, „sollen wir jetzt über das sprechen, über das wir eh alle nicht wirklich sprechen wollen aber eigentlich doch irgendwie?“

Alles was ich zu diesem Thema sagen könnte, wurde schon dutzendfach besprochen, geschrieben und gefühlt. Und weil ich es mir und euch ersparen möchte redundant zu sein, sag’ ich halt einfach mal nichts. Anstatt dessen widmen wir uns alle einfach mal einer Sache, die wir gerade alle so dringend brauchen. Comfort Food. 

Ist in Wahrheit eh viel gescheiter als überall seinen Senf dazuzugeben. 

Und genau deshalb gibt’s jetzt, ohne viel Umschweife, mein ultimatives Rezept für Zimtschnecken!

Die Zimtschnecken sind übrigens unter meinen Instagram-Followern derartig oft nachgebacken worden, dass ich ganz g’schamig geworden bin vor lauter Germteig!

Achja ganz wichtig, bevor ich’s vergesse: Zimtschnecken sind, wie der Name schon sagt, no na ned mit Zimtfüllung. Aber ich leb’ streng nach dem Grundsatz „all Schnecken are beautiful“ und dementsprechend hab’ ich schon fleißig mit Füllungen experimentiert. Wie wär’s zum Beispiel mit…

Marmelade / Chai-Gewürz / Haselnüssen / dunkler Schokolade / Karamell / Rosinen / Kokos / Cranberries / Apfel / Powidl /Mandelsplittern / weißer Schokolade /Erdbeeren / und und und...

Habt es alle fein, passt auf euch auf
und bleibt mir ja gesund!

Zimtschnecken

für 12-15 Schnecken // mittel // 2 Stunden
Teig

75 g weiche Butter
50 g brauner Zucker
Prise Salz
250 ml lauwarme Milch
1 Packung Trockengerm
430 g glattes Weizenmehl

Füllung

170 g weiche Butter
100 g brauner Zucker
3 TL gemahlener Zimt
1/2 TL gemahlener Kardamom 
1/2 TL gemahlene Vanille

Alle Zutaten für den Teig mit einer Küchenmaschine (oder per Hand) für einige Minuten zu einem geschmeidigen Teigball kneten. Für eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. Die Schüssel, in der der Teig ruht, dabei idealerweise mit Frischhaltefolie  möglichst luftdicht abdecken, damit er an der Oberfläche nicht austrocknet.  Der Teig sollte sich nach einer Stunde in seinem Volumen ungefähr verdoppelt haben. Mit einem Nudelholz auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck (ca. 2:3) ausrollen. Die Füllung gleichmäßig bis an die Ränder darauf verstreichen. 
Den Teig der Länge nach kompakt rollen (wie eine Roulade) und mit einem Messer oder einem Stück Zahnseide (Pro-Tipp!) in 12-14 gleichmäßige Rollen schneiden. Mit ein wenig Abstand in eine Backform schlichten und abgedeckt für weitere 20-30 Minuten gehen lassen. Währenddessen das Backrohr auf 170 Grad Umluft vorheizen. Die Zimtschnecken noch mit ein bisserl geschmolzener Butter und braunem Zucker bestreuen und für 18-22 Minuten backen. Falls sie an der Oberfläche zu dunkel werden sollten, einfach beim Backen zwischendurch mit Alufolie abdecken.

Um zu überprüfen, ob die Zimtschnecken gar sind, einfach mit einem Messer zwischen zwei Schnecken fahren und schauen, ob sie auch am Boden nicht mehr teigig sind. Weich dürfen sie ruhig sein (Butter und Germteig sei dank) aber unbedingt darauf achten, dass sie nicht mehr teigig sind. Ansonsten einfach noch ein paar Minuten zugedeckt gar backen.

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Über Mara

Eine Exil-Salzburgerin und Wahl-Wienerin, die ihr Herz an die kulinarische Vielfalt Österreichs verloren hat. Egal ob beim Nachkochen von Oma's Originalrezepten oder bei neu interpretierten Klassikern - am wichtigsten ist der Genuss! Denn Essen soll nicht nur den Bauch füllen, sondern auch das Herz wärmen.

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